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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Selbstporträt. Zwischen Uhr und Bett“

Dieses späte Selbstbildnis von Edvard Munch ist von einer stillen, fast beklemmenden Präsenz. Die stehende Figur, die Uhr und das Bett formen ein schlichtes, aber hoch aufgeladenes Interieur, in dem sich Lebensrückblick und Vergänglichkeit begegnen.

Entstehungshintergrund

„Selbstporträt. Zwischen Uhr und Bett“ entstand 1940–43 in Oslo und gehört zu Munchs letzten großen Auseinandersetzungen mit dem eigenen Bild. Das Öl auf Leinwand zeigt den Künstler in einer Phase des Rückzugs, in der das Selbstporträt zunehmend zur existenziellen Bilanz wurde. Heute bewahrt das Munch-Museet in Oslo dieses Werk als eines der zentralen Beispiele für Munchs späte Ausdruckskraft.

Bildkomposition und Details

  • Raumordnung:Die Figur ist frontal zwischen zwei Möbelstücken platziert und wirkt dadurch wie fixiert in einem engen, symbolischen Innenraum.
  • Farbigkeit:Gedämpfte Blau-, Grau- und Brauntöne bestimmen die Stimmung und lassen die Szene kühl und konzentriert erscheinen.
  • Motivik:Uhr und Bett verweisen auf Zeit, Ruhe und Endlichkeit; sie rahmen den Künstler als Zeugen des eigenen Alterns.
  • Bildwirkung:Der reduzierte Aufbau lenkt den Blick sofort auf die Gestalt und verstärkt die einsame, kontemplative Atmosphäre.

Bedeutung

Das Werk verbindet Selbstbefragung mit allgemeiner menschlicher Erfahrung. Munch macht aus dem privaten Raum ein Sinnbild für die Zerbrechlichkeit des Lebens und für das bewusste Wahrnehmen der eigenen Endlichkeit.

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