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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Spanierin mit Fächer“

In „Spanierin mit Fächer“ verdichtet Alexej von Jawlensky das Porträt zu einer klaren, spannungsvollen Bildform. Die Figur wirkt ruhig und geschlossen, zugleich aber durch Farbe und Kontur stark aufgeladen. Gerade die Verbindung aus Vereinfachung und psychologischer Präsenz macht das Blatt so eindringlich.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1928 und gehört zu Jawlenskys späteren Arbeiten, in denen er das menschliche Antlitz zu immer strengeren Bildformeln entwickelte. Über Bleistift ausgeführt und aquarelliert, zeigt es die für den Künstler typische Reduktion auf wenige, prägnante Zeichen. Als Aufbewahrungsort ist das Saarlandmuseum in Saarbrücken dokumentiert.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Die Frau ist nahezu frontal gezeigt; dadurch erhält das Porträt eine ruhige, fast ikonische Wirkung.
  • Farbigkeit:Warme Rot-, Ocker- und Beigetöne bestimmen den Eindruck und lassen die Figur lebendig hervortreten.
  • Linie und Form:Schwarze Konturen und vereinfachte Flächen gliedern das Gesicht und die Kleidung mit großer Klarheit.
  • Geste:Der Fächer setzt einen kulturellen Akzent und verstärkt den Hauch von Exotik, ohne die Darstellung zu überladen.

Bedeutung

Die „Spanierin mit Fächer“ steht exemplarisch für Jawlenskys Suche nach dem Wesen des Porträts jenseits äußerer Detailtreue. Das Werk verbindet Ausdruckskraft, formale Disziplin und geistige Konzentration zu einem Bild von nachhaltiger Präsenz.

Beratung und individuelle Anfragen

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