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Weitere Informationen zu: Giovanna Garzonis „Stillleben mit Vögeln und Früchten“

Ein Bienenfresser und drei Stieglitze teilen sich einen erdigen Grund mit Pfirsichen, Pflaumen, einer Feige und einer Birne. Garzoni reiht sie fast wie Exemplare in einem Naturkundebuch – und doch wirkt die Szene lebendig und intim.

Entstehungshintergrund

Die Arbeit entstand um 1650, als Giovanna Garzoni (1600–1670) in Florenz und Rom zu den gefragtesten Stilllebenmalerinnen Italiens zählte. Anders als ihre Tempera-Serien auf Pergament ist dieses Blatt in Aquarell über Graphit ausgeführt und mit Bleiweiß gehöht. "Stillleben mit Vögeln und Früchten" gehört heute zur Sammlung des Cleveland Museum of Art.

Bildkomposition und Details

  • Anordnung: Früchte und Vögel sind locker über die Breite eines ansteigenden Erdbodens verteilt.
  • Farbklang: Vor warmen Brauntönen leuchten das Blau und Rostrot des Bienenfressers und das Rot der Stieglitzköpfe.
  • Modellierung: Weißhöhungen erzeugen Glanz auf Fruchthaut und Gefieder.
  • Naturstudie: Feigen, Birnen, Pflaumen und Pfirsiche sind botanisch genau erfasst.

Bedeutung

Das Blatt zeigt Garzonis Nähe zur wissenschaftlichen Naturillustration ihrer Zeit und ihre Fähigkeit, daraus ein eigenständiges, poetisches Kunstwerk zu formen.

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