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Weitere Informationen zu: Füsslis „Studie zur Inquisition, Illustration zu Barlows Columbiad“

Ein leuchtend roter Becher in der erhobenen Hand, sonst nur abgestufte Grautöne: Füssli inszeniert die Inquisition als stille, unheilvolle Szene. Die Gestalt im Zentrum scheint aus dem Halbdunkel herauszuwachsen.

Entstehungshintergrund

Die Studie entstand zwischen 1805 und 1809 in London als Vorbereitung für eine Illustration zu Joel Barlows „The Columbiad“, die als aufwendig ausgestattete Ausgabe erschien. Füssli malte in Öl auf feinem Papier, das auf einen Druck aufgezogen ist. Das Blatt gehört zur Sammlung des Art Institute of Chicago.

Bildkomposition und Details

  • Zentralfigur: Eine hoch aufgerichtete, in Grau und Schwarz gehüllte Gestalt bestimmt die Bildachse.
  • Kelch: Der rote Becher mit Flamme ist der einzige kräftige Farbakzent der Komposition.
  • Kapuzenfigur: Im Schatten rechts hält ein Verhüllter ein Kreuz und verstärkt die bedrohliche Stimmung.
  • Hingestreckter Körper: Die ausgestreckte Gestalt am unteren Rand verankert die Szene im Raum.

Bedeutung

Die Studie zeigt, wie Füssli literarische Vorlagen in eine eigene, düstere Bildsprache überführte, und lässt seine Arbeitsweise zwischen Skizze und Gemälde erkennen.

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