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Weitere Informationen zu: Paul Gauguins „Tariri Maruru“

„Tariri Maruru“ gehört zu Paul Gauguins tahitianischen Bildern, in denen Landschaft und Tierwelt zu einer eigenwilligen, stillen Ordnung finden. Die Szene wirkt offen und zugleich entrückt: Ziegen, Vegetation und weite Flächen verbinden sich zu einer Bildwelt, die weniger beschreibt als deutet.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1897 während Gauguins reifer Phase in Tahiti und wurde als Öl auf Leinwand ausgeführt. Mit der flächigen Vereinfachung und der betonten Konturierung löst sich der Künstler bewusst von der europäischen Naturbeobachtung. Heute ist das Bild in der Staatlichen Ermitage in St. Petersburg überliefert, was seine kunsthistorische Bedeutung zusätzlich unterstreicht.

Bildkomposition und Details

  • Motiv: Die Ziegen sind in eine Landschaft eingebettet, die nicht als exakte Ortsansicht, sondern als poetische Erinnerung erscheint.
  • Farbigkeit: Dominant sind erdige Grün- und Brauntöne, die der Szene Ruhe und Wärme verleihen.
  • Raumwirkung: Gauguin verzichtet auf strenge Perspektive; die Fläche bleibt bewusst dekorativ und geschlossen.
  • Stimmung: Zwischen Exotik und Stille entsteht eine Atmosphäre, die typisch für den Symbolismus des späten 19. Jahrhunderts ist.

Bedeutung

Das Bild zeigt Gauguins Suche nach einer Kunst jenseits des Sichtbaren: Natur wird zum Träger einer inneren Vorstellung. Gerade diese Mischung aus Einfachheit, Fremdheit und symbolischer Verdichtung macht „Tariri Maruru“ so charakteristisch für sein tahitianisches Œuvre.

Beratung und individuelle Anfragen

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