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Weitere Informationen zu: Giovanna Garzonis „Teller mit Pflaumen, Jasmin und Walnüssen“

Gelbgrüne Pflaumen auf einem flachen Teller, dazwischen weiße Jasminsterne und zwei tiefblaue Winden, im Vordergrund zwei Walnüsse. Garzoni beschränkt sich auf wenige Dinge und gibt jedem davon Raum – so wird das Betrachten selbst zum Thema.

Entstehungshintergrund

Giovanna Garzoni (1600–1670) arbeitete ab den 1640er-Jahren überwiegend in Florenz für die Medici, insbesondere für Großherzogin Vittoria della Rovere. In dieser Zeit entstand eine Serie kleinformatiger Stillleben in Tempera auf Pergament, zu der auch "Teller mit Pflaumen, Jasmin und Walnüssen" gehört. Das Werk befand sich lange in der Galleria Palatina im Palazzo Pitti und wird heute im Museo della Natura Morta in der Medici-Villa von Poggio a Caiano gezeigt.

Bildkomposition und Details

  • Aufbau: Der Teller sitzt leicht erhöht im Bildzentrum, die Früchte bilden eine geschlossene, ruhige Gruppe.
  • Farbgebung: Das Gelbgrün der Früchte und Blätter wird von den leuchtend blauen Windenblüten kontrastiert.
  • Technik: Feinste Punkt- und Strichlagen erzeugen die gesprenkelte Haut der Pflaumen.
  • Kontrast: Die zarten Jasminblüten setzen helle Akzente neben den harten Nussschalen.

Bedeutung

Garzoni verband naturwissenschaftliche Genauigkeit mit poetischer Stille und prägte damit das botanische Stillleben am Florentiner Hof.

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