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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Vampir“ (Göteborg-Fassung)

Feuerrotes Haar umschließt Frau und Mann zu einer verschlungenen Form, sein Gesicht verbirgt sich ganz im Schatten der Umarmung. Zärtlichkeit und Bedrohung liegen in diesem Bild dicht beieinander.

Entstehungshintergrund

Munch malte diese Fassung 1893 zunächst unter dem Titel „Liebe und Schmerz“; erst der mit ihm befreundete Kritiker Stanisław Przybyszewski prägte später den Namen „Vampir“. Zwischen 1893 und 1895 entstanden sechs gemalte Versionen des Motivs, das zu Munchs Themenkomplex des „Lebensfrieses“ gehört. Das Gemälde befindet sich heute im Göteborgs Konstmuseum.

Bildkomposition und Details

  • Haar: Das lange, feuerrote Haar der Frau fließt über den Mann und verbindet beide zu einer Form.
  • Umarmung: Ihr fest um seinen Nacken gelegter Arm lässt offen, ob es Trost oder Bedrohung ist.
  • Gesicht: Das Gesicht des Mannes bleibt im Dunkel der Umarmung fast vollständig verborgen.
  • Grund: Der tiefdunkle Hintergrund verstärkt die Intensität der verschlungenen Körper.

Bedeutung

Als eine der frühesten Fassungen zählt das Bild zu den Schlüsselwerken von Munchs „Lebensfries“ und seiner Auseinandersetzung mit Liebe und Abhängigkeit.

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