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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Walther Rathenau“

Lässig, mit Zigarette in der Hand, steht der Industrielle vor warmem Ocker, während hinter ihm ein rätselhafter Frauenschatten an der Wand erscheint. Das großformatige Bildnis verbindet Repräsentation mit leiser Spannung.

Entstehungshintergrund

Munch malte das Porträt 1907 in Berlin im Auftrag Walther Rathenaus, der bereits 1893 ein Gemälde des Künstlers erworben hatte. Rathenau wurde später als Politiker der DDP 1922 Außenminister des Deutschen Reichs. Munch schuf im selben Jahr eine zweite, im Hintergrund abweichende Fassung. Das Werk gehört heute zur Stiftung Stadtmuseum Berlin.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Die Hand in der Hosentasche und die Zigarette unterstreichen die selbstbewusste Erscheinung.
  • Schatten: Eine schemenhafte Frauengestalt an der Wand hinter Rathenau bleibt ungeklärt.
  • Farbkontrast: Der dunkle Anzug hebt sich scharf vom leuchtenden Ocker des Hintergrunds ab.
  • Format: Die hochformatige Ganzfigur verleiht dem Porträt repräsentative Wirkung.

Bedeutung

Das Bildnis zählt zu Munchs bedeutendsten Auftragsporträts und zeigt seinen Blick auf eine einflussreiche Persönlichkeit des wilhelminischen Deutschlands.

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