- Originaltitel
- Wasserschlangen I
- Entstehungsjahr
- 1904-01-01
- Technik
- Aquarell, Gouache, Bleistift, Gold, Silber, Platin und Messing auf Pergament
- Originalmaße
- 20 × 50 cm
Wasserschlangen I - Gustav Klimt
Gustav Klimts "Wasserschlangen I" zeigt zwei eng umschlungene Frauenkörper, die sich in einer schwebenden, fast schwerelosen Bewegung durch eine ornamental aufgeladene Wasserwelt ziehen. Die Szene verbindet sinnliche Nähe mit dekorativer Abstraktion: Haut, Haar und Stoffflächen gehen in goldene, silbrige und blaugrüne Töne über, während der schmale Hochformataufbau die intime, fragile Stimmung verstärkt. Klimt gestaltet das Motiv nicht als erzählende Szene, sondern als poetisches Bild von Begehren, Schutz und Verschmelzung.
Entstanden um 1904, gehört das Blatt zu jenen Werken, in denen Klimt die Möglichkeiten von Aquarell, Gouache, Bleistift und Metallfarben virtuos auslotete. Die Kombination aus Pergament und kostbaren Materialien verweist auf den Wiener Jugendstil und die Nähe zur kunstgewerblichen Eleganz der Secession. Zugleich spiegelt das Werk Klimts Faszination für weibliche Figuren, ornamentale Flächen und symbolisch aufgeladene Naturmotive.