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Weitere Informationen zu: Peter Paul Rubens’ „Bacchanal, Moskau“

Dunkles Laub, warmes Licht auf nackter Haut und ein Tumult aus Gliedern und Gesten: Rubens verwandelt das Fest des Weingottes in ein dichtes Gewebe aus Körpern und Farben.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde entstand um 1615 in Öl auf Leinwand, in Rubens’ frühen Antwerpener Jahren, als er mythologische Themen mit venezianischem Kolorit und antikem Bildungsgut verband. Das „Bacchanal“ wird heute im Puschkin-Museum in Moskau aufbewahrt. Motive dieser Art greifen literarische Schilderungen des Bacchuskults auf.

Bildkomposition und Details

  • Silen: Der bärtige, nackte Alte schenkt aus einem Krug ein und beherrscht die linke Bildhälfte.
  • Satyrfrau mit Kind: Im Vordergrund stillt eine liegende Satyrfrau ihr Kind, neben ihr kauert ein weiteres Kleinkind.
  • Tiger und Früchte: Ein Tigerfell und eine Schale mit Kürbis und Trauben stehen für Überfluss und Wildheit.
  • Lichtführung: Das Licht modelliert die hellen Körper vor dem dunklen Laub und lenkt den Blick durch die Diagonalen.

Bedeutung

Das „Bacchanal“ zeigt Rubens’ Fähigkeit, antike Mythen mit sinnlicher Körperlichkeit und barocker Bewegung zu füllen, und zählt zu den Beispielen seiner mythologischen Malerei.

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