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Weitere Informationen zu: Peter Paul Rubens’ „Das Gastmahl des Herodes, Edinburgh“

Um eine lange Tafel drängen sich Gäste in Samt, Pelz und Seide, und mitten unter ihnen erscheint das Haupt des Täufers auf einer Schale. Rubens setzt das biblische Drama als lebhafte, fast bühnenhafte Gesellschaftsszene in Szene.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde entstand um 1635 bis 1638 in Rubens’ später Schaffensphase in Öl. Es befindet sich heute in der Scottish National Gallery in Edinburgh. Die Szene folgt der Erzählung der Evangelien vom Gastmahl des Herodes, bei dem die Enthauptung Johannes des Täufers gefordert wurde.

Bildkomposition und Details

  • Rote Robe: Das leuchtende Kleid der Frau in der Bildmitte setzt den stärksten Farbakzent und lenkt den Blick auf die Schale.
  • Tafelrunde: Bärtige Männer und Frauen drängen sich dicht um den Tisch.
  • Herodes: Der Gastgeber in dunklem Mantel mit Pelzkragen sitzt am rechten Rand und wirkt in sich gekehrt.
  • Vordergrund: Ein Knabe und ein Hund unten am Bildrand öffnen den Raum und bringen ein lebendiges Detail hinein.

Bedeutung

Das Werk zeigt, wie Rubens in seinen späten Jahren biblische Erzählung, Porträtnähe und flüssige Malweise zu einer eindringlichen Szene verband.

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