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Weitere Informationen zu: Peter Paul Rubens’ „Der heilige Andreas“

Aus dem tiefen Dunkel tritt eine Gestalt in leuchtendem Rot hervor, den Blick sinnend zur Seite gewandt. Das Kreuz aus rauem Holz an seiner Seite macht das Bildnis zugleich zur Andacht und zum Charakterstudium.

Entstehungshintergrund

Rubens schuf das Gemälde zwischen 1610 und 1612 in Öl auf Holz, kurz nach seiner Rückkehr aus Italien nach Antwerpen. Es gehört zu einer Folge von Apostelbildnissen, die sich heute im Museo del Prado in Madrid befindet. Das Halbfigurenformat und der schlichte Grund lenken den Blick ganz auf Gesicht und Gewand.

Bildkomposition und Details

  • Kreuz: Die schräg gestellten, rissigen Balken sind das Attribut des Apostels Andreas.
  • Mantel: Breite Falten in kräftigem Rot bilden die farbliche und plastische Mitte des Bildes.
  • Gesicht: Hohe Stirn, gelockter Bart und der seitwärts gerichtete Blick verleihen der Figur Nachdenklichkeit.
  • Licht: Von links fallendes Licht modelliert Stirn und Hand vor dem nahezu schwarzen Hintergrund.

Bedeutung

Das Bildnis verbindet die Monumentalität der italienischen Malerei mit der flämischen Freude an Stofflichkeit und zeigt Rubens früh als Meister des ausdrucksstarken Charakterkopfs.

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