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Weitere Informationen zu: Sandro Botticellis „Heiligem Sebastian“

Aufrecht und ruhig steht der von Pfeilen durchbohrte Sebastian vor einer weiten Flusslandschaft. Die fast statuenhafte Gelassenheit der Figur macht das Bild zu einem der eindrücklichsten Frühwerke Botticellis.

Entstehungshintergrund

Botticelli malte die Tafel 1474 für einen Pfeiler der Kirche Santa Maria Maggiore in Florenz, wo Sebastiansbilder häufig als Schutzbitte gegen die Pest aufgestellt wurden. Das ungewöhnlich schmale, hochformatige Bild ist auf diesen ursprünglichen Standort zurückzuführen. Es gehört heute zur Gemäldegalerie in Berlin.

Bildkomposition und Details

  • Körperhaltung: Der Heilige steht reglos und fast statuenhaft auf einem knorrigen Baumstumpf.
  • Pfeile: Mehrere Pfeile durchbohren Brust und Bein, ohne die Ruhe der Figur zu stören.
  • Landschaft: Ein Fluss mit kleinen Booten und fernen Hügeln öffnet den Bildraum hinter dem Heiligen.
  • Licht: Ein kühles, klares Licht modelliert den Körper fast skulptural.

Bedeutung

Das Werk zeigt Botticellis frühe Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und zählt zu den eindrucksvollsten Sebastiansdarstellungen der Frührenaissance.

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