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Weitere Informationen zu: Sandro Botticellis „Maria mit Kind“

Auf einer steinernen Brüstung vor einer offenen Loggia hält Maria den Christusknaben, der aufmerksam zu ihr aufblickt und einen Granatapfel in der Hand hält. Die ruhige, in sich gekehrte Komposition zählt zu den zahlreichen Madonnen aus Botticellis späterer Werkstattproduktion.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1490 in Botticellis Werkstatt und übernimmt die zentrale Figurengruppe des großen San-Barnaba-Altars. Infrarotuntersuchungen zeigten, dass das Kind ursprünglich eine Flöte hielt, die später durch den symbolträchtigen Granatapfel ersetzt wurde. Die Tafel gehört heute zu den Harvard Art Museums in Cambridge.

Bildkomposition und Details

  • Loggia: Graue Steinsäulen rahmen die Figuren und öffnen den Blick auf die Ferne.
  • Stadtsilhouette: Schlanke, nordisch anmutende Türme zeugen vom kulturellen Austausch mit Flandern.
  • Granatapfel: Die blutrote Frucht in der Kinderhand deutet auf das künftige Leiden Christi voraus.
  • Heiligenschein: Feine, perspektivisch verkürzte Nimben zeichnen beide Figuren aus.

Bedeutung

Das Werk zeigt exemplarisch, wie Botticellis Werkstatt erfolgreiche Kompositionen des Meisters für die private Andacht vervielfältigte.

Beratung und individuelle Anfragen

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