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Weitere Informationen zu: Ljubow Popowas „Figurine einer jungen Frau zum Märchen vom Popen“

Zwischen Volkskostüm und kubistischer Zerlegung entsteht eine Figur voller Ausdruck. Kopfhaltung und erhobene Hand geben ihr etwas Bühnenhaftes und Theatralisches.

Entstehungshintergrund

Die Gouache entstand 1920 als Entwurf für ein Puppenspiel nach Puschkins „Skaska o pope i o rabotnike jego Balde“. Popowa arbeitete zu dieser Zeit in Moskau intensiv für das Theater. Das Blatt gehört zur Sammlung der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau.

Bildkomposition und Details

  • Kopfschmuck: Der hohe Kokoschnik in Orange ist der stärkste Farbakzent.
  • Ärmel: Weite Puffärmel in Hellblau und Weiß sind in facettierte Flächen gegliedert.
  • Gesicht: Runde rote Wangen und schwere Lider verleihen dem Antlitz Puppenhaftigkeit.
  • Sarafan: Das rote Trägerkleid setzt sich aus spitzen Dreiecken zusammen.

Bedeutung

Die Figurine belegt, wie Popowa russische Trachtenmotive in die Formensprache des Kubofuturismus übersetzte und damit dem Theater neue bildnerische Impulse gab.

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