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Weitere Informationen zu: Carl Larssons „Lisbeth angelt“

Mit „Lisbeth angelt“ schuf Carl Larsson 1898 eine der stilleren, zugleich einprägsamen Kinderszenen seines Werks. Das Bild lebt von der Rückenansicht des Mädchens am Ufer und von der ruhigen Konzentration des Augenblicks, in dem Bewegung und Stillstand zusammenfallen.

Entstehungshintergrund

Das Aquarell entstand 1898 im Umfeld von Larssons Darstellungen des Familienlebens in Sundborn und gehört zu den Arbeiten, die mit dem Buch „Ett hem“ verbunden sind. Im Bestand des Nationalmuseum Stockholm dokumentiert es den engen Zusammenhang von privatem Alltag, künstlerischer Beobachtung und erzählerischer Buchillustration. Die Technik des Aquarells unterstützt die helle, luftige Wirkung des Motivs.

Bildkomposition und Details

  • Rückenfigur:Lisbeth ist von hinten gezeigt; dadurch wird der Blick des Betrachters direkt ins Bild und auf das Wasser gelenkt.
  • Farbklang:Blau- und Grüntöne bestimmen die Atmosphäre und verbinden See, Ufer und Kleidung zu einem ruhigen Gesamtbild.
  • Alltagsmoment:Die einfache Handlung des Angelns erhält durch Larssons präzise Beobachtung eine poetische Würde.
  • Licht und Leichtigkeit:Die lockere Aquarellführung lässt Konturen weich erscheinen und betont die sommerliche Stimmung.

Bedeutung

Das Werk steht exemplarisch für Larssons idealisierte, aber nie rein sentimentale Sicht auf Kindheit und Familie. „Lisbeth angelt“ verbindet private Intimität mit einer modernen, offenen Bildauffassung und zählt zu den charmanten Bildzeugnissen schwedischer Kunst um 1900.

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