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Weitere Informationen zu: Peter Paul Rubens’ „Madonna mit Kind, Außenflügel des Michielsen-Epitaphs“

Eine Mutter mit ihrem Kind im Arm, gehüllt in fließende Stoffbahnen: Die Grisaille verwandelt Malerei in scheinbare Skulptur. Der Bildaufbau ist schlank, ruhig und zugleich voller Zärtlichkeit.

Entstehungshintergrund

Die Tafel wird 1618 datiert und gehört zu den äußeren Flügeln eines Epitaphs für die Familie Michielsen, dessen Innenbild Rubens ebenfalls schuf. Die Außenseiten wurden in Grisaille ausgeführt, weil sie bei geschlossenem Triptychon sichtbar waren und Skulpturen imitieren sollten. Der Aufbewahrungsort ist in der Vorlage nicht angegeben.

Bildkomposition und Details

  • Madonna: Die stehende Maria neigt den Kopf leicht und blickt liebevoll auf das Kind.
  • Christuskind: Der nackte Knabe greift zärtlich nach der Wange der Mutter.
  • Gewand: Weit fallende Falten geben der Figur Volumen und eine fast steinerne Ruhe.
  • Grisaille: Die Beschränkung auf Grau- und Brauntöne betont Licht, Schatten und Plastizität.

Bedeutung

Das Werk zeigt Rubens’ Meisterschaft in der Malerei, die Skulptur imitiert, und die Rolle der Außenflügel in barocken Altar- und Epitaphaufbauten.

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