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Weitere Informationen zu: Gustave Caillebottes „Portrait de femme au chapeau à plumes“

In „Portrait de femme au chapeau à plumes“ konzentriert sich Gustave Caillebotte ganz auf die Erscheinung einer sitzenden Frau, deren modischer Hut mit Feder das Bild sofort prägt. Das Porträt wirkt ruhig und gesammelt, zugleich aber erstaunlich modern: Nicht die repräsentative Pose, sondern die individuelle Präsenz der Dargestellten steht im Mittelpunkt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1876 und gehört in Caillebottes Beschäftigung mit dem privaten Porträt und der Darstellung zeitgenössischer Lebenswelten. Die Ölmalerei auf Leinwand zeigt seine sorgfältige, präzise Arbeitsweise, die zwischen realistischer Beobachtung und impressionistischer Lockerheit vermittelt. Das Bild war 1998 bei Sotheby’s in London nachgewiesen und ist heute nicht sicher einer öffentlichen Sammlung zuzuordnen.

Bildkomposition und Details

  • Bildausschnitt:Der enge Halbfigurenaufbau rückt Gesicht, Hut und Oberkörper dicht an den Betrachter heran.
  • Farbigkeit:Beige-, Braun- und dunkle Töne bestimmen die ruhige Gesamtwirkung und geben dem Porträt Eleganz.
  • Blickführung:Die Feder auf dem Hut setzt einen feinen Akzent und lenkt das Auge zur Kopfpartie.
  • Malweise:Die Oberfläche ist kontrolliert, aber nicht hart; Stoffe und Konturen bleiben lebendig und beweglich.

Bedeutung

Das Porträt verbindet Modebild und Charakterstudie zu einer stillen, konzentrierten Aussage über weibliche Erscheinung im Paris des späten 19. Jahrhunderts. Gerade die Zurückhaltung macht den Reiz des Werks aus.

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