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Weitere Informationen zu: Alice Baillys „Selbstbildnis“

In Alice Baillys „Selbstbildnis“ begegnet uns kein repräsentatives Atelierporträt, sondern eine verdichtete Selbstaussage. Das Bild konzentriert sich auf die Person der Künstlerin und gewinnt seine Wirkung aus der unmittelbaren Präsenz des Blicks sowie aus der klaren, auf das Wesentliche reduzierten Anlage.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1917, in einer Phase, in der sich die Schweizer Malerin Alice Bailly intensiv mit modernen Ausdrucksformen auseinandersetzte. Das Selbstbildnis ist als Öl auf Leinwand ausgeführt und gehört zu jenen Arbeiten, in denen sich das traditionelle Porträt mit einer freieren, psychologisch verdichteten Bildsprache verbindet. Überliefert ist das Bild in der Sammlung des National Museum of Women in the Arts in Washington.

Bildkomposition und Details

  • Halbfigur:Bailly wählt eine enge Bildausschnitthaftigkeit, die den Blick auf Kopf und Oberkörper lenkt.
  • Blickkontakt:Der direkte Blick schafft Nähe und macht das Werk zu einer reflektierten Selbstdarstellung.
  • Farbigkeit:Helle und dunklere Töne modellieren die Figur ohne harte Effekte; die Palette bleibt beweglich und lebendig.
  • Stimmung:Die reduzierte Umgebung verstärkt die Konzentration auf Mimik, Haltung und innere Spannung.

Bedeutung

„Selbstbildnis“ zeigt Alice Bailly als selbstbewusste Künstlerin der Moderne, die das Porträt als Mittel persönlicher und künstlerischer Positionierung nutzt. Gerade in der Zurücknahme äußerer Details liegt die Intensität dieses Selbstporträts.

Beratung und individuelle Anfragen

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