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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Selbstbildnis“

Ferdinand Hodlers „Selbstbildnis“ von 1873 zeigt den Künstler als jungen Mann mit ernstem, konzentriertem Ausdruck. Das eng gefasste Brustbild verzichtet auf jede Ausschmückung und gewinnt gerade dadurch eine bemerkenswerte Präsenz.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1873, in einer frühen Phase von Hodlers Laufbahn, als er noch stark von der gegenständlichen Malerei geprägt war. Die Ölmalerei auf Leinwand ist im Musée d'Art et d'Histoire in Genf überliefert und dokumentiert den reflektierten Blick des Schweizer Malers auf die eigene Person. Das Bild steht in der Tradition des Selbstporträts als künstlerische Standortbestimmung.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität: Hodler rückt sein Gesicht nah an den Bildrand und schafft so eine direkte Begegnung zwischen Betrachtenden und Dargestelltem.
  • Farbigkeit: Gedämpfte Braun- und Grautöne bestimmen den Gesamteindruck und verstärken die nüchterne, fast asketische Wirkung.
  • Modellierung: Die Gesichtsformen sind sorgfältig herausgearbeitet; Licht und Schatten strukturieren die Physiognomie ohne dramatische Effekte.
  • Ausdruck: Der ernste Blick verleiht dem Bild psychologische Tiefe und macht den jungen Hodler als reflektierende Künstlerpersönlichkeit sichtbar.

Bedeutung

Das „Selbstbildnis“ ist mehr als eine bloße Wiedergabe des eigenen Aussehens. Es zeigt Hodler in einem Moment der Selbstvergewisserung und verweist auf jene Klarheit und innere Strenge, die sein späteres Werk prägen sollten.

Beratung und individuelle Anfragen

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