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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Selbstbildnis mit Stehkragen“

Ferdinand Hodler zeigt sich in diesem frühen Selbstbildnis als aufmerksamer, ernster Beobachter seiner selbst. Das Porträt wirkt nüchtern und zugleich spannungsvoll: Der Blick ist direkt, die Haltung geschlossen, die Wirkung erstaunlich modern.

Entstehungshintergrund

Das Bild entstand 1879, in einer Phase, in der Hodler noch stark mit realistischen Darstellungsformen arbeitete und zugleich seine eigene künstlerische Haltung schärfte. Die Ölmalerei auf Leinwand ist sorgfältig modelliert und konzentriert sich ganz auf die Figur vor dunklem Grund. Heute gehört das Werk zum Bestand des Museum Oskar Reinhart in Winterthur, wo es als frühes, wichtiges Selbstzeugnis des schweizerischen Malers gilt.

Bildkomposition und Details

  • Halbfigur:Hodler wählt eine strenge, nahe Ansicht, die den jungen Mann ohne dekorative Nebenmotive zeigt.
  • Blickführung:Das Gesicht und der direkte Blick bilden das Zentrum; der hohe Kragen rahmt den Kopf zusätzlich.
  • Farbigkeit:Dunkle Braun- und Schwarztöne bestimmen die Wirkung und lassen die helleren Partien des Gesichts hervortreten.
  • Wirkung:Die reduzierte Komposition verstärkt den Eindruck von Sammlung, Selbstprüfung und stiller Präsenz.

Bedeutung

„Selbstbildnis mit Stehkragen“ zeigt Hodler nicht als repräsentativen Künstler, sondern als suchenden, disziplinierten Menschen. Gerade diese Zurückhaltung macht das Werk zu einem eindrucksvollen Dokument des realistischen Porträts im späten 19. Jahrhundert.

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