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Weitere Informationen zu: Henri Matisses „Stehende Odaliske“

Henri Matisse verbindet in „Stehende Odaliske“ die klassische Figur des Harem-Bildes mit seiner modernen, stark vereinfachten Formensprache. Die junge Frau erscheint zugleich präsent und entrückt; ihr aus dem Bild gerichteter Blick verleiht der Szene eine leise Spannung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1918, in einer Phase, in der sich Matisse intensiv mit dem Odalisken-Motiv beschäftigte. Die kompakte Hochformatanlage und die Malerei in Öl auf Leinwand unterstreichen den konzentrierten, dekorativ aufgebauten Charakter des Bildes. Überliefert ist das Werk in Zusammenhang mit der Hahnloser/Jaeggli Stiftung in Winterthur.

Bildkomposition und Details

  • Silhouette:Die stehende Figur ist klar konturiert und fast frontal erfasst, wodurch ihre körperliche Präsenz stark hervortreten kann.
  • Farbklang:Warme Beige-, Braun- und Ockertöne bestimmen den Gesamteindruck und verleihen der Szene eine ruhige Geschlossenheit.
  • Blickführung:Der Blick der Frau lenkt aus dem Bild hinaus und öffnet die kompakte Komposition ins Unbestimmte.
  • Motivtradition:Turban, Bluse und die Haltung der Figur verweisen auf Matisse’ Interesse an exotisierenden Bildwelten der Moderne.

Bedeutung

„Stehende Odaliske“ zeigt, wie Matisse das Thema des weiblichen Aktes aus dem erzählerischen Kontext löst und in eine reine Bildordnung überführt. Das Ergebnis ist ein Werk zwischen Sinnlichkeit, Distanz und dekorativer Konzentration.

Beratung und individuelle Anfragen

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