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Weitere Informationen zu: Botticellis „Der heilige Hieronymus in der Wüste“

In einer abendlich erleuchteten Felslandschaft kniet der Heilige vor seiner Höhle und schlägt sich reuevoll an die Brust. Das stille Bußritual wird von den Zeichen seiner Gelehrsamkeit und Sterblichkeit gerahmt.

Entstehungshintergrund

Sandro Botticelli malte die kleine Tafel um 1495 in Tempera, später wurde die Malschicht von Holz auf Leinwand übertragen. Sie entstand in den späten, von religiöser Verinnerlichung geprägten Schaffensjahren des Künstlers in Florenz und diente vermutlich der privaten Andacht. Heute bewahrt die Staatliche Eremitage in Sankt Petersburg das Werk.

Bildkomposition und Details

  • Bußgeste: Mit erhobenem Stein schlägt sich der Heilige selbst an die entblößte Brust.
  • Attribute: Totenschädel, aufgeschlagenes Buch und Kreuz verweisen auf Vergänglichkeit und Glauben.
  • Kardinalshut: Der rote Hut an der Höhlenwand erinnert an die spätere Legende vom Kirchenvater als Kardinal.
  • Landschaft: Ein karger Hügel und das warme Abendlicht rahmen die Szene der Einsamkeit.

Bedeutung

Das Bild zeigt Botticellis Hinwendung zu innerlicher, andächtiger Bildsprache in seinem Spätwerk.

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