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Weitere Informationen zu: Botticellis „Giuliano de' Medici“

Mit gesenkten Lidern und starrem Profil wirkt der junge Mann wie erstarrt in stiller Trauer. Die kleine Taube zu seinen Füßen gibt dem Bildnis eine leise, elegische Note.

Entstehungshintergrund

Botticelli malte das Bildnis Giuliano de' Medicis vermutlich um 1478, nachdem dieser bei der Pazzi-Verschwörung ermordet worden war. Solche postumen Bildnisse dienten dem Gedenken innerhalb der Familie und zeigen den Dargestellten bewusst mit geschlossenen Augen als Verstorbenen. Diese Fassung befindet sich heute in der National Gallery of Art in Washington, eine zweite, ähnliche Version wird in Bergamo aufbewahrt.

Bildkomposition und Details

  • Profil: Das strenge Profil vor dem Türrahmen betont die stille, unbewegte Haltung.
  • Taube: Eine Turteltaube am unteren Bildrand gilt als Symbol der Trauer und Treue.
  • Farbe: Das kräftige Rot des Gewands setzt sich deutlich vom kühlen Grau der Architektur ab.
  • Blick: Die gesenkten Augen unterscheiden das Bildnis von gewöhnlichen Lebendporträts.

Bedeutung

Das Gedenkbildnis gehört zu den ergreifendsten Porträts Botticellis und dokumentiert die politische Tragödie der Pazzi-Verschwörung.

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