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Weitere Informationen zu: Sandro Botticellis „Maria mit dem Kind und einem Granatapfel“

Das Bild verbindet andächtige Nähe mit der für Botticelli typischen Eleganz der Linien. Maria und das Kind erscheinen nicht als distanzierte Heiligenfiguren, sondern als zart aufeinander bezogene, ruhig versunkene Gestalten, deren stille Präsenz das Motiv prägt.

Entstehungshintergrund

„Maria mit dem Kind und einem Granatapfel“ entstand um 1488 in der Werkphase des florentinischen Malers Sandro Botticelli. Das in Öl auf Holz ausgeführte Werk gehört in den Kontext der italienischen Renaissance, in der religiöse Themen zunehmend mit menschlicher Empfindung und symbolischer Präzision dargestellt wurden. Die überlieferte Sammlungsgeschichte verweist auf die Davies Sisters Collection; heute ist das Bild in der National Museum Wales in Cardiff verzeichnet.

Bildkomposition und Details

  • Figurenordnung:Maria und Kind sind eng aufeinander bezogen und bilden eine klare, ruhige Mittelachse.
  • Symbolik:Der Granatapfel verweist auf Passion, Erlösung und die Vielheit der Kirche in einem einzigen Bildzeichen.
  • Farbklang:Botticelli setzt auf gedämpfte, fein abgestufte Töne, die durch rote Akzente belebt werden.
  • Linienführung:Die präzisen Konturen und sanften Bewegungen verleihen der Darstellung eine fast schwebende Leichtigkeit.

Bedeutung

Das Werk zeigt, wie Botticelli religiöse Bildinhalte in eine ebenso schöne wie bedeutungsschwere Form überführt. Gerade die Verbindung aus innerer Sammlung und symbolischer Verdichtung macht „Maria mit dem Kind und einem Granatapfel“ zu einem eindrucksvollen Zeugnis der Renaissance-Frömmigkeit.

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