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Weitere Informationen zu: Marianne von Werefkins „Sonntagnachmittag“

Zwei Menschen sitzen nebeneinander und schweigen, vor ihnen eine endlose Reihe leerer Tische. Das kräftige Rot der Tischtücher kontrastiert mit dem nächtlich anmutenden Blau dahinter.

Entstehungshintergrund

Das Bild entstand 1908, in einer besonders produktiven Phase Werefkins in München und Murnau. Sie malte in Tempera auf Karton und bevorzugte kräftige Farbflächen mit dunklen Konturen. Es gehört zum Bestand der Fondazione Marianne Werefkin in Ascona.

Bildkomposition und Details

  • Rückenfiguren: Die abgewandte Haltung des Paares macht den Betrachter zum stillen Beobachter.
  • Tischreihe: Die rot karierten Tische führen perspektivisch tief in den Hintergrund und verstärken die Leere.
  • Farbkontrast: Rot und Orange der Möbel stehen gegen das dunkle Blau und das leuchtende Grün der Baumkrone.
  • Stühle: Die orangefarbenen Stuhllehnen setzen rhythmische Akzente im Vordergrund.

Bedeutung

Das Werk steht beispielhaft für Werefkins Fähigkeit, alltägliche Szenen mit seelischer Spannung aufzuladen, und für ihr Interesse an der Einsamkeit des Menschen in der Gesellschaft.

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