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Galerie Johann-Heinrich

Ratgeber

Impressionismus: Merkmale, Maler und berühmte Bilder einfach erklärt

5 Min. Lesezeit · 8. Oktober 2026

Licht, Luft und Augenblick: Die Impressionisten verließen das Atelier, malten im Freien und revolutionierten damit die Kunst. Die wichtigsten Merkmale, die großen Maler von Monet bis Morisot und die Bilder, mit denen alles begann.

Frau mit Sonnenschirm (Madame Monet und ihr Sohn) von Claude Monet, 1875

Der Impressionismus ist die wohl beliebteste Epoche der Kunstgeschichte. Seine Bilder sind hell, leicht und voller Licht – und doch waren sie zu ihrer Zeit ein Skandal. Statt historischer Szenen im Atelier malten die Impressionisten das moderne Leben unter freiem Himmel und hielten den flüchtigen Eindruck eines Augenblicks fest. Daher auch der Name: Impression bedeutet Eindruck.

Impressionismus auf einen Blick

Zeitraum etwa 1860 bis 1890 (Hauptphase), Ausläufer bis ins 20. Jahrhundert
Zentrum Paris und Umgebung
Erste Ausstellung 1874 in Paris
Namensgebendes Bild Claude Monet: Impression, Sonnenaufgang (1872)
Wichtige Maler Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas, Camille Pissarro, Alfred Sisley, Berthe Morisot, Gustave Caillebotte
In Deutschland Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt

Woher kommt der Name?

1874 stellten Monet, Renoir, Degas, Pissarro, Morisot und andere in Paris gemeinsam aus – unabhängig vom offiziellen Salon, der ihre Bilder abgelehnt hatte. Unter den Werken war Monets Hafenansicht „Impression, Sonnenaufgang“. Der Kritiker Louis Leroy machte sich darüber lustig und nannte die ganze Gruppe spottend „Impressionisten“. Der Name blieb – und wurde zum Ehrentitel. Bis 1886 folgten insgesamt acht Ausstellungen.

Impression Sonnenaufgang von Claude Monet: Impressionistisches Gemälde eines Hafens bei Sonnenaufgang, mit orangefarbenem Licht auf ruhigem Wasser und schemenhaften Booten im Nebel.

Als Kunstdruck

Impression Sonnenaufgang

Claude Monet

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Die 7 wichtigsten Merkmale des Impressionismus

1. Licht und Farbe statt Linie

Nicht Umrisse und Details stehen im Mittelpunkt, sondern das Licht und wie es Farben verändert. Formen lösen sich in Licht auf.

2. Malen im Freien

Die Impressionisten malten „en plein air“, also direkt in der Natur. Möglich wurde das unter anderem durch Farben in Tuben, die man einfach mitnehmen konnte.

3. Kurze, sichtbare Pinselstriche

Die Farbe wird in kleinen Tupfern und Strichen nebeneinander gesetzt. Aus der Nähe wirkt das unruhig, aus der Entfernung verbinden sich die Striche im Auge zu einem flirrenden Gesamtbild.

4. Helle Palette und farbige Schatten

Dunkle Brauntöne und Schwarz verschwinden weitgehend. Schatten sind bei den Impressionisten nicht grau, sondern blau, violett oder grün.

5. Der flüchtige Augenblick

Ein Windstoß, ein Sonnenstrahl, ein Moment im Café: Die Bilder wirken wie Momentaufnahmen. Monet malte dasselbe Motiv deshalb oft zu verschiedenen Tageszeiten, etwa in seinen Serien der Heuschober, der Kathedrale von Rouen oder der Seerosen.

6. Motive aus dem modernen Leben

Statt Heiligen, Helden und Historie zeigen die Impressionisten Boulevards, Bahnhöfe, Gärten, Ausflüge, Tanzlokale und Freizeit – das Leben ihrer eigenen Zeit.

7. Ungewöhnliche Bildausschnitte

Angeregt von der Fotografie und von japanischen Farbholzschnitten wählten die Impressionisten überraschende Perspektiven und angeschnittene Figuren, besonders Edgar Degas.

Die großen Maler des Impressionismus

Claude Monet

Der Kopf der Bewegung und ihr konsequentester Vertreter. Seine Gärten in Giverny und die Seerosen sind weltberühmt. Mehr in unserem Ratgeber Claude Monet: Die 10 berühmtesten Bilder.

Pierre-Auguste Renoir

Renoir malte Menschen in heiterer Gesellschaft: Tanzende, Feiernde, Ruderer. Sein „Tanz im Moulin de la Galette“ (1876) und „Das Frühstück der Ruderer“ (1881) gehören zu den bekanntesten Bildern der Epoche.

Edgar Degas

Degas verstand sich selbst eher als Realist und malte meist im Atelier. Seine Ballett-Tänzerinnen, Pferderennen und Cafészenen mit ihren ungewöhnlichen Ausschnitten sind trotzdem untrennbar mit dem Impressionismus verbunden.

Camille Pissarro

Der älteste der Gruppe und ihr ruhender Pol – er war als Einziger bei allen acht Ausstellungen dabei. Berühmt sind seine Serien der Pariser Boulevards aus erhöhter Perspektive.

Alfred Sisley

Der stille Landschaftsmaler der Gruppe: Flussufer, Brücken und Himmel rund um Paris, ganz dem Licht verpflichtet.

Berthe Morisot und Gustave Caillebotte

Berthe Morisot war eine der Gründungsmitglieder und stellte bei fast allen Ausstellungen aus; sie malte intime Szenen aus dem Alltag von Frauen. Gustave Caillebotte unterstützte seine Kollegen als Sammler und malte selbst ungewöhnlich moderne Großstadt- und Arbeitsszenen.

Und Édouard Manet?

Manet gilt als wichtiger Wegbereiter und Vorbild der jungen Maler. An den Ausstellungen der Impressionisten nahm er aber nie teil – er suchte weiter den Erfolg im offiziellen Salon.

Impressionismus in Deutschland

In Deutschland setzte sich der Impressionismus später durch, vor allem ab den 1880er-Jahren. Seine wichtigsten Vertreter waren Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt. Liebermanns Biergarten- und Strandszenen tragen das Licht des Impressionismus nach Deutschland.

Münchner Biergarten | Max Liebermann

Als Kunstdruck

Münchner Biergarten

Max Liebermann

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Was kam danach? Der Post-Impressionismus

Ab etwa 1886 suchten Künstler wie Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Paul Gauguin und Georges Seurat neue Wege. Sie übernahmen die helle Farbe, wollten aber mehr Ausdruck, Struktur oder Ordnung. Aus diesen Ansätzen entstanden später der Expressionismus und die moderne Kunst.

Impressionismus für Ihre Wand

Impressionistische Bilder bringen Licht und Leichtigkeit in jeden Raum. Gartenmotive und Landschaften passen wunderbar ins Wohn- und Schlafzimmer, Stadtszenen und Cafés in Esszimmer und Flur. Zu hellen, natürlichen Einrichtungen harmonieren Rahmen in Naturholz oder Weiß. Alle Werke finden Sie in der Kategorie Impressionismus, zum Beispiel von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Edgar Degas. Als fertige Kombination empfehlen wir die Bilderwand Monets Garten.

Häufige Fragen zum Impressionismus

Was sind die Merkmale des Impressionismus?

Licht und Farbe stehen im Mittelpunkt, gemalt wird oft im Freien mit kurzen, sichtbaren Pinselstrichen und einer hellen Palette. Typisch sind farbige Schatten, Momentaufnahmen und Motive aus dem modernen Alltag.

Wann war der Impressionismus?

Die Hauptphase lag zwischen etwa 1860 und 1890. Die erste Ausstellung der Impressionisten fand 1874 in Paris statt.

Woher hat der Impressionismus seinen Namen?

Von Claude Monets Bild „Impression, Sonnenaufgang“ (1872). Ein Kritiker verspottete die Ausstellenden 1874 als „Impressionisten“.

Wer sind die bekanntesten Impressionisten?

Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas, Camille Pissarro, Alfred Sisley, Berthe Morisot und Gustave Caillebotte, in Deutschland Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt.

Gehört Van Gogh zum Impressionismus?

Van Gogh wurde vom Impressionismus stark beeinflusst, zählt aber zum Post-Impressionismus. Er nutzte Farbe und Pinselstrich ausdrucksstärker als die Impressionisten.

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