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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Bildnis einer Dame als Vestalin“

Mit einer Fackel in der Hand nährt eine junge Frau das Feuer eines antiken Altars, ihr Blick ruhig zur Seite gewandt. Das Bildnis verbindet gesellschaftliche Repräsentation mit der Würde eines mythologischen Rollenbilds.

Entstehungshintergrund

Angelika Kauffmann malte dieses Porträt vermutlich in den 1780er Jahren und stellte eine nicht überlieferte Auftraggeberin als Vestalin dar, als Hüterin des heiligen Feuers der Göttin Vesta. Solche Rollenporträts waren beliebt, um gesellschaftliche Tugenden mit antiker Würde zu verbinden. Das Gemälde in Öl auf Leinwand gehört heute zum Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid.

Bildkomposition und Details

  • Altar: Der reich verzierte Opferaltar mit aufsteigendem Rauch markiert die Dargestellte als Vestalin.
  • Fackel: Die kleine Flamme verweist auf die Pflicht, das heilige Feuer nie erlöschen zu lassen.
  • Gewand: Das cremefarbene Kleid mit blauem Umhang unterstreicht klassische Schlichtheit.
  • Statue: Eine kleine Figur im Hintergrund vertieft die religiöse Bildaussage.

Bedeutung

Das Bildnis zeigt, wie Kauffmann Porträtaufträge mit dem Prestige antiker Tugendbilder verband, und zählt zu ihren reiferen Rollenporträts.

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