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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Penelope trauert über dem Bogen des Odysseus“

Mit gesenktem Kopf und gestützter Stirn versinkt eine einsame Gestalt in Gedanken, den Bogen ihres fernen Gatten fest im Schoß. Wenige Requisiten genügen, um die Last des Wartens spürbar zu machen.

Entstehungshintergrund

Angelika Kauffmann malte diese Szene vor 1779 in Öl auf Kupfer, einem Bildträger, den sie für kleinere, fein durchgearbeitete Kompositionen schätzte. Dargestellt ist ein Moment aus Homers Odyssee: Penelope, die treue Gattin des Odysseus, trauert über dem Bogen, den nur ihr Ehemann spannen kann. Das Gemälde gehört heute zur Wolverhampton Art Gallery.

Bildkomposition und Details

  • Bogen: Das über den Schoß gelegte Requisit steht stellvertretend für den fernen Odysseus.
  • Haltung: Die gestützte Stirn und der gesenkte Blick verdichten die Trauer zu einer Geste.
  • Farbklang: Cremeweißes Gewand, rotes Kissen und ein blaues Tuch bilden einen klaren Dreiklang.
  • Bildträger: Die glatte Kupferplatte erlaubt eine feine, lasierende Maltechnik.

Bedeutung

Das kleine Gemälde zeigt Kauffmanns Fähigkeit, literarische Stoffe auf eine stille Geste zu verdichten, und zählt zu ihren eindringlichsten Homer-Darstellungen.

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