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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Die Farbe“

Mit erhobenem Pinsel scheint die Figur den Regenbogen nachzumalen, während ein Chamäleon zu ihren Füßen unablässig die Farbe wechselt. Beide Motive verweisen auf das Thema der Farbigkeit.

Entstehungshintergrund

Das Rundbild entstand um 1778 bis 1780 als Gegenstück zu „Die Zeichnung“ innerhalb der vierteiligen Deckenallegorie für die Bibliothek der Royal Academy of Arts in London. Angelika Kauffmann personifizierte das Colorito, die Farbgebung, als gleichrangige Grundlage der Malkunst neben Erfindung, Komposition und Zeichnung. Das Werk in Öl auf Leinwand befindet sich bis heute am ursprünglichen Bestimmungsort.

Bildkomposition und Details

  • Regenbogen: Der farbenprächtige Bogen am Himmel bündelt sämtliche Farben des Spektrums.
  • Chamäleon: Das Tier zu Füßen der Figur gilt seit der Antike als Sinnbild wandelbarer Farbigkeit.
  • Palette: Pinsel und Palette kennzeichnen die Figur eindeutig als Personifikation der Malkunst.
  • Gewand: Das goldgelbe, vom Wind bewegte Kleid steht im Kontrast zum kühlen Blau des Himmels.

Bedeutung

„Die Farbe“ ergänzt „Die Zeichnung“ zu einem Programm, das Kauffmanns Verständnis der Malerei als Einheit von Form und Farbe vor Augen führt.

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