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Weitere Informationen zu: Suzanne Valadons „Marie Coca und ihre Tochter Gilberte“

Zwei Blicke, zwei Generationen: Die Mutter schaut am Betrachter vorbei, das Kind sieht ihn direkt an. Die Szene wirkt wie ein stiller Moment im Wohnzimmer, genau beobachtet und streng komponiert.

Entstehungshintergrund

Valadon malte das Doppelbildnis 1913 in Öl auf Leinwand, die Signatur mit Jahreszahl steht unten rechts. Sie hatte sich zu dieser Zeit als Malerin längst etabliert und porträtierte Menschen ihres Umfelds in kräftigen, klar umrissenen Formen. Das großformatige Gemälde gehört heute zur Sammlung des Musée des Beaux-Arts in Lyon.

Bildkomposition und Details

  • Sessel: Der geblümte Lehnsessel rahmt die Mutter wie eine dunkle Nische und setzt die helle Bluse wirkungsvoll ab.
  • Puppe: Die kleine Puppe im Arm des Mädchens bringt einen zarten rosa-blauen Akzent ins Bild.
  • Boden: Schräg laufende Dielen und ein rosa Kissen lenken den Blick diagonal durch den Raum.
  • Wandschmuck: Links hängt ein kleines gerahmtes Bild, rechts steht ein Blumenglas auf einem Tischchen.

Bedeutung

Das Doppelbildnis zählt zu den eindrucksvollen Figurenbildern Valadons und zeigt ihren sachlichen, unsentimentalen Blick auf die Menschen um sie herum.

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