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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Cymon und Iphigenia"

Im weichen Waldlicht liegt eine schlafende Frau zwischen ihren Begleiterinnen, während ein junger Hirte wie gebannt auf sie blickt. Der Moment wirkt wie angehalten, kurz bevor sich sein Leben verändert.

Entstehungshintergrund

Das kleine Tondo entstand um 1780 nach einer Erzählung aus Giovanni Boccaccios Decamerone, in der der ungebildete Hirte Cymon durch den Anblick der schlafenden Adligen Iphigenia zu Bildung und Liebe findet. Kauffmann schätzte solche literarischen Liebesgeschichten für ihre stillen, emotionalen Wendepunkte. Das Werk gehört heute zur Sammlung des Gibbes Museum of Art in Charleston.

Bildkomposition und Details

  • Schlaf: Iphigenias entspannte, hingegebene Haltung steht im Zentrum der kleinen Rundkomposition.
  • Blick: Cymons aufmerksamer Blick, gestützt auf seinen Hirtenstab, markiert den Moment der Verwandlung.
  • Landschaft: Dichtes Laub und weiches Licht rahmen die Szene wie einen geschützten Rückzugsort.
  • Nebenfiguren: Zwei weitere Gestalten im Hintergrund unterstreichen die Ruhe der Szene.

Bedeutung

Die Szene zeigt Kauffmanns Vorliebe für literarische Stoffe, in denen Liebe stille, charakterbildende Kraft entfaltet.

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