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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Edmund Bastard“

Das Kinderbildnis „Edmund Bastard“ gehört zu den feinsten Porträtarbeiten Angelika Kauffmanns. Der junge Dargestellte erscheint in ruhiger, würdevoller Haltung; Kleidung, Gesicht und Gestus sind mit großer Zurückhaltung ausgeführt und geben dem Bild eine elegante, beinahe intime Wirkung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand vor 1775 und zeigt die hohe Porträtkunst der in Europa gefeierten Malerin Angelika Kauffmann. Öl auf Leinwand und das mittlere Format deuten auf eine repräsentative, aber nicht überladene Auftragsarbeit hin. Überliefert ist das Bild in Saltram, The Morley Collection (The National Trust), wo es als seltenes Beispiel eines empfindsamen Kinderporträts des 18. Jahrhunderts geschätzt wird.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Edmund Bastard ist frontal beziehungsweise leicht gedreht wiedergegeben, wodurch eine stille Präsenz entsteht.
  • Kleidung: Der helle Spitzenkragen setzt einen feinen Kontrast zur übrigen, warm tonigen Farbigkeit.
  • Gestik: Die angedeuteten Hände und der zurückhaltende Gestus unterstreichen den höfischen Charakter des Bildes.
  • Farbwirkung: Braune und beige Töne bestimmen den Gesamteindruck und lenken die Aufmerksamkeit auf das Gesicht.

Bedeutung

„Edmund Bastard“ verbindet Kindlichkeit mit gesellschaftlicher Repräsentation und zeigt zugleich Kauffmanns Gespür für psychologische Feinheit. Das Porträt wirkt ruhig und vornehm, ohne distanziert zu sein, und macht den Rang der Künstlerin im europäischen Porträt des 18. Jahrhunderts deutlich.

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