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Weitere Informationen zu: Alexandra Exters „Figurinen zweier Männer aus Salome“

Zwei fast identische Gestalten in kantig gefaltetem Blau stehen wie eine geschlossene Einheit im Bild. Nur die schmalen Gesichter unter den Kapuzen unterscheiden die Figuren voneinander.

Entstehungshintergrund

Der Kostümentwurf entstand 1917 für eine Inszenierung von Oscar Wildes Tragödie „Salome“, in der zwei Männer aus dem Gefolge des Hofes auftreten. Exter arbeitete zu dieser Zeit eng mit dem Moskauer Kammertheater zusammen und übertrug kubistische Bildprinzipien konsequent auf Kostüm und Bühne. Das Blatt gehört heute zur Sammlung des Staatlichen Zentralen Theatermuseums A. A. Bachruschin in Moskau.

Bildkomposition und Details

  • Faltenwurf: Weiße Zickzackstreifen gliedern die blauen Gewänder in scharfe Facetten.
  • Symmetrie: Die beiden Figuren spiegeln sich fast, was ihre Rolle als Paar betont.
  • Farbkontrast: Ein kräftiges Rot und tiefes Schwarz im Hintergrund heben das kühle Blau hervor.
  • Gesichter: Nur schmale, maskenhafte Gesichtsausschnitte lugen aus den Kapuzen hervor.

Bedeutung

Die Figurinen zeigen, wie konsequent Exter kubistische Formprinzipien in ein Bühnenkostüm übersetzte, ohne die dekorative Wirkung zu verlieren.

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