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Weitere Informationen zu: Alexandra Exters „Kostümentwurf für das Stück Famira-kifared“

Alexandra Exter entwarf mit „Famira-kifared“ ein Bühnenkostüm, das Theater nicht nur begleitet, sondern sichtbar neu definiert. Die Figur wirkt wie aus Farbfeldern und Linien gebaut: streng konstruiert, zugleich voller Bewegung und Energie.

Entstehungshintergrund

Der Entwurf entstand 1916 im Umfeld der russischen Avantgarde, in einer Phase, in der Exter ihre Erfahrungen mit Kubofuturismus und Theaterarbeit eng miteinander verband. Als Vorlage für eine Inszenierung gedacht, überträgt das Blatt die Suche nach einer modernen Bühnensprache in eine präzise grafische Form. Überliefert ist es heute in der Sammlung des State Museum of Theater, Music and Cinema of Ukraine.

Bildkomposition und Details

  • Formzerlegung:Der Körper ist nicht naturalistisch behandelt, sondern in geometrische Partien aufgespalten, was der Figur Spannung und Dynamik verleiht.
  • Farbigkeit:Mehrere helle und kräftige Töne setzen Akzente und strukturieren den Entwurf wie ein bewegtes Ornament.
  • Bühnenwirkung:Kostüm und Figur sind so komponiert, dass sie aus der Ferne lesbar bleiben und auf der Bühne stark wirken.
  • Avantgarde:Die Verbindung von Dekor, Rhythmus und Konstruktion zeigt Exters Nähe zu kubofuturistischen Experimenten.

Bedeutung

„Famira-kifared“ steht für jene Phase, in der das Theater zum Experimentierfeld der Moderne wurde. Exters Entwurf macht deutlich, wie Kostümgestaltung zur eigenständigen Kunstform werden kann.

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