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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Prinzessinnen von Neapel I"

Zwei Kindergesichter treten kaum mehr als skizziert aus einem warmen, beigen Grund hervor. Die zurückhaltende Malweise gibt der Studie eine private Unmittelbarkeit.

Entstehungshintergrund

Das Doppelbildnis entstand 1782 während Kauffmanns Aufenthalten am Hof König Ferdinands IV. von Neapel und Sizilien, wo sie im Auftrag der Königin Maria Carolina ein großes Familienporträt vorbereitete. Gezeigt sind vermutlich die Prinzessin Luisa Maria und ihre jüngere Schwester Maria Amalia, spätere Gemahlin Louis-Philippes und Königin der Franzosen. Das Werk gehört heute zur Sammlung des Kunstmuseums St. Gallen.

Bildkomposition und Details

  • Kinderbildnis: Ein rundgesichtiges Kleinkind und ein älteres Mädchen sind einander zugeordnet dargestellt.
  • Malweise: Die dünne, skizzenhafte Farbschicht lässt den hellen Malgrund stellenweise durchscheinen.
  • Frisur: Das hochgesteckte blonde Haar des älteren Mädchens verweist auf höfische Mode der Zeit.
  • Tonigkeit: Ein zurückhaltendes Beige-Grau prägt die gesamte, ruhige Komposition.

Bedeutung

Die Studie dokumentiert Kauffmanns Vorarbeiten für das Neapler Herrscherporträt und zeigt ihren einfühlsamen Blick auf Kinderbildnisse.

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