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Weitere Informationen zu: Maria Sibylla Merians „Rot-weiß gesprenkelte Tulpe“

Eine Tulpe, nicht im Strauß, sondern allein: Rot und Weiß fließen in flammenartigen Streifen durch die Blütenblätter. Der Schatten auf dem Papier verankert die Blume, als läge sie frisch gepflückt vor der Betrachterin.

Entstehungshintergrund

Gesprenkelte Tulpen waren im 17. Jahrhundert begehrte Zierpflanzen, ihre Zeichnung galt als besonders kostbar. Merian, geboren 1647 in Frankfurt am Main, malte Blumen und Insekten nach dem lebenden Vorbild. Das Aquarell auf Papier gehört zu ihren Blumenstudien; ein Standort ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Bildkomposition und Details

  • Blütenzeichnung: Karminrote Flammen ziehen sich vom Blütenrand zur hellen Mitte jedes Blattes.
  • Stiel: Der geschwungene grüne Stiel verbindet die Blüte mit dem unteren Bildrand und gibt Halt.
  • Schatten: Ein weicher grauer Schatten setzt die Pflanze räumlich vom Grund ab.
  • Papiergrund: Fleckiges, warmes Papier bleibt unbemalt und trägt zur Atmosphäre bei.

Bedeutung

Die Studie zeigt Merians Blick für das einzelne Naturobjekt, das sie ohne dekorative Zutat wiedergibt. Sie steht für die genaue, wissenschaftlich geprägte Blumenmalerei des Barock.

Beratung und individuelle Anfragen

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