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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Selbstbildnis als Bacchantin“

Aus verschwimmendem Blaugrau tritt der Kopf der Malerin hervor, bekrönt von dunklem Weinlaub und kleinen Trauben. Der direkte Blick und das feine Lächeln lassen das Bildnis trotz mythologischer Verkleidung persönlich wirken.

Entstehungshintergrund

Angelika Kauffmann, geboren 1741 in Chur, gehörte zu den gefragtesten Porträtistinnen ihrer Zeit in Rom und London. In mehreren Fassungen porträtierte sie sich selbst als Bacchantin, eine Gefährtin des Weingotts Bacchus, und verband klassisches Rollenspiel mit dem eigenen Antlitz. Das Gemälde entstand in Öl auf Leinwand und wird heute den Staatlichen Museen zu Berlin zugeschrieben.

Bildkomposition und Details

  • Weinlaub: Dunkles Rankenwerk mit kleinen Trauben bekrönt das gelockte Haar.
  • Blick: Der unmittelbare, leicht schräge Blick sucht direkten Kontakt zum Betrachter.
  • Gewand: Ein locker über die Schulter gleitendes weißes Tuch entblößt einen Teil der Schulter.
  • Kolorit: Warmes Inkarnat und goldbraune Locken heben sich vom kühlen Blaugrau ab.

Bedeutung

Das Selbstbildnis zeigt, wie selbstbewusst Kauffmann Bildnis und mythologische Rolle verschmolz, und zählt zu ihren eindrücklichsten Selbstporträts.

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