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Weitere Informationen zu: Angelika Kauffmanns „Selbstbildnis“

Angelika Kauffmann inszeniert sich in diesem „Selbstbildnis“ als gebildete, souveräne Künstlerin. Der ruhige Ausdruck, die direkte Blickbeziehung und die zurückhaltende Ausstattung verleihen dem Werk eine besondere Nähe und zugleich eine repräsentative Distanz.

Entstehungshintergrund

Das 1784 entstandene Porträt gehört in die reife Schaffensphase der Malerin, die zu den bedeutendsten Vertreterinnen des Klassizismus zählt. Überliefert ist das Werk in der Münchner Neue Pinakothek. Die Ölmalerei auf Leinwand unterstützt die feine Abstufung von Haut, Stoff und Hintergrund und entspricht Kauffmanns präziser, kontrollierter Malweise.

Bildkomposition und Details

  • Halbfigur:Die Künstlerin ist nah an den Bildrand gerückt, wodurch der Blick sofort auf Gesicht und Haltung gelenkt wird.
  • Symbolische Ausstattung:Das Zeichen- oder Zeichenutensil verweist auf den Beruf der Malerin und auf ihre künstlerische Bildung.
  • Farbraum:Warme Braun-, Ocker- und Goldtöne schaffen eine ruhige, vornehme Wirkung ohne dekorative Überladung.
  • Blickführung:Der direkte Blick und die klare Kontur geben dem Porträt eine hohe Präsenz und psychologische Spannung.

Bedeutung

Das Bild ist mehr als eine Selbstdarstellung: Es formuliert Kauffmanns Anspruch auf Anerkennung als professionelle Künstlerin. Gerade in der Verbindung von Würde, Klarheit und persönlicher Präsenz wird die besondere Stellung dieses Selbstporträts innerhalb der Kunst des 18. Jahrhunderts sichtbar.

Beratung und individuelle Anfragen

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