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Weitere Informationen zu: Maria Sibylla Merians „Winde mit Windenschwärmer“

Auf hellem Pergament winden sich Triebe mit rosa und blauen Blüten, dazwischen bewegt sich eine mächtige Raupe. Über allem breitet der Falter seine gemusterten Flügel aus, kleinere Insekten umschwirren die Blüten.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand um 1670–83 und zeigt Winde und die Metamorphose eines Windenschwärmers in Aquarell mit Deckfarben über vorbereitender Kreide oder Graphit auf Pergament. Es befindet sich im Cleveland Museum of Art. Merian verband hier Entwicklungsstadien und Futterpflanze auf einem Blatt, eine Bildform, die ihr Werk prägen sollte.

Bildkomposition und Details

  • Raupe: Die kräftig gezeichnete, gemusterte Raupe zieht sich diagonal durch die Bildmitte.
  • Schwärmer: Der Falter oben im Bild zeigt gemusterte Flügel und einen aufgerollten Rüssel.
  • Windenblüten: Rosa und blaue Trichterblüten sowie herzförmige Blätter bilden das botanische Gerüst.
  • Randlinie: Ein goldener Strich begrenzt das Blatt.

Bedeutung

Das Blatt steht für Merians Verbindung von Kunst und Naturwissenschaft: Pflanze und Insekt werden in ihrem Lebenszusammenhang gezeigt. Damit ging sie über die reine Blumenmalerei ihrer Zeit hinaus.

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