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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Anbetung der Hirten“

Weiter Raum, tiefe Schatten und am unteren Rand eine erschöpfte Mutter, die ihr Kind wärmt: Caravaggio verlegt die Geburt Christi in einen ärmlichen Stall. Die Hirten kommen nicht als Staffage, sondern als stille Zeugen eines sehr menschlichen Augenblicks.

Entstehungshintergrund

Das Altarbild entstand 1609 in Messina, wohin Caravaggio nach seiner Flucht aus Malta gelangt war. Der Senat der Stadt gab es für die Kirche der Kapuziner, Santa Maria degli Angeli, in Auftrag. Das großformatige Gemälde in Öl auf Leinwand gehört heute zum Bestand des Museo Regionale in Messina.

Bildkomposition und Details

  • Diagonale: Maria liegt schräg im Vordergrund, die Männer bilden rechts eine dichte Gruppe, die sich zu ihr hinabneigt.
  • Farbgebung: Braun, Grau und Ocker bestimmen den Raum, nur Marias rotes Kleid und ein roter Mantel setzen warme Akzente.
  • Stall: Bretterwand, Stroh und der Kopf des Esels links betonen die Armut des Ortes.
  • Stillleben: Brot, ein weißes Tuch und Werkzeug am vorderen Rand verweisen auf das einfache Leben der Heiligen Familie.

Bedeutung

"Anbetung der Hirten" zeigt Caravaggios späten, verinnerlichten Stil, in dem Demut und Zärtlichkeit an die Stelle von Pracht treten.

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