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Weitere Informationen zu: Caravaggios „David mit dem Haupt des Goliath, Rom“

Sieger und Besiegter sind durch einen einzigen ausgestreckten Arm verbunden. Der junge David betrachtet das Haupt seines Gegners mit einer Mischung aus Ernst und Trauer, die das biblische Heldenmotiv ungewöhnlich persönlich macht.

Entstehungshintergrund

Die Datierung des Gemäldes in Öl auf Leinwand ist umstritten; vorgeschlagen werden die Jahre um 1605/06 oder 1610. Häufig wird es mit Caravaggios Hoffnung auf eine päpstliche Begnadigung in Verbindung gebracht, die Kardinal Scipione Borghese vermitteln sollte. Heute hängt „David mit dem Haupt des Goliath“ in der Galleria Borghese in Rom.

Bildkomposition und Details

  • Selbstbildnis: Das Haupt Goliaths mit halb geöffneten Augen und offenem Mund gilt als Selbstporträt Caravaggios.
  • Licht: Ein scharfes Seitenlicht modelliert den Oberkörper Davids und hebt ihn aus dem schwarzen Grund.
  • Schwert: Die Klinge ragt diagonal vom unteren Bildrand ins Bild und lenkt den Blick auf die Hand des Siegers.
  • Farbe: Weiß, Ocker und gedämpftes Braun bestimmen die zurückhaltende Palette.

Bedeutung

Das Werk gilt als eines der persönlichsten Bilder Caravaggios, in dem der Maler sich selbst in der Rolle des Besiegten darstellt.

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