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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Der heilige Hieronymus in Meditation“

Der alte Gelehrte hat die Bücher beiseitegelegt und denkt nur noch nach, den Blick nach innen gewandt. Der Schädel neben ihm erinnert an das Ende allen Lebens, das rote Tuch an seine Würde als Kirchenvater.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand wird um 1605 datiert und stammt aus Caravaggios später römischer Zeit. Es gelangte im 20. Jahrhundert in das Museum des Benediktinerklosters Montserrat bei Barcelona. Hieronymus, der Übersetzer der Bibel ins Lateinische, war ein beliebtes Motiv der Gegenreformation.

Bildkomposition und Details

  • Figur: Der ausgemergelte Oberkörper des Heiligen ist mit großem anatomischem Realismus gemalt.
  • Schädel: Der Totenkopf links bildet den Gegenpol zum gesenkten Haupt des Heiligen.
  • Rot: Das große rote Tuch fließt vom Tisch bis über die Knie und verbindet die Bildhälften.
  • Licht: Ein sanfter Lichtkegel fällt von links und lässt den Hintergrund völlig im Dunkel.

Bedeutung

"Der heilige Hieronymus in Meditation" steht beispielhaft für Caravaggios eindringliche Darstellung von Alter, Askese und Vergänglichkeit.

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