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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Ecce Homo“

Pilatus schaut den Betrachter an, als wolle er ihn selbst zum Urteil auffordern. Neben ihm steht Christus schweigend, in sich gekehrt und dem Blick der Menge ausgesetzt.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand wird um 1605 bis 1606 datiert und befindet sich in den Musei di Strada Nuova in Genua, im Palazzo Bianco. Es gilt als Werk Caravaggios, doch ist die Zuschreibung in der Forschung nicht einhellig. Dargestellt ist der Moment aus dem Johannesevangelium, in dem Pilatus den gegeißelten Christus mit den Worten "Ecce Homo" dem Volk vorführt.

Bildkomposition und Details

  • Christus: Der helle Oberkörper, die Dornenkrone und das Rohr in den gebundenen Händen stehen im Zentrum.
  • Pilatus: Der bärtige Mann mit schwarzer Kappe blickt aus dem Bild und weist mit beiden Händen auf Christus.
  • Scherge: Mit weißem Stirnband und Feder hebt er von hinten den violetten Mantel.
  • Brüstung: Die steinerne Kante am unteren Rand trennt die Szene vom Raum des Betrachters.

Bedeutung

Durch den direkten Blick des Pilatus bezieht das Bild den Betrachter unmittelbar in das Geschehen ein, ein typisches Mittel der Malerei um Caravaggio.

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