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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Die Wahrsagerin, Louvre“

Zwei Halbfiguren, eine Berührung der Hände und ein Blickwechsel genügen Caravaggio, um eine kleine Geschichte von Verführung und Betrug zu erzählen. Der Witz des Bildes liegt im Detail, denn die Wahrsagerin nimmt mehr, als sie gibt.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand entstand um die Mitte der 1590er Jahre in Rom und gehört zu den frühen Genreszenen, mit denen Caravaggio bekannt wurde. Das Motiv war so erfolgreich, dass er es zweimal malte; die andere Fassung befindet sich in der Pinacoteca Capitolina. "Die Wahrsagerin" kam als Geschenk an Ludwig XIV. nach Frankreich und gehört heute dem Louvre.

Bildkomposition und Details

  • Hände: Im Zentrum berühren sich die Hände der beiden Figuren, hier geschieht der unauffällige Diebstahl.
  • Kostüm: Federhut, goldgelbes Wams, Halskrause und Degen kennzeichnen den jungen Mann als wohlhabenden Stutzer.
  • Licht: Ein schräges Lichtband über der hellen Wand verbindet beide Figuren und gibt dem Raum Tiefe.
  • Blicke: Die Frau sieht ihrem Gegenüber freundlich in die Augen und lenkt so von ihren Händen ab.

Bedeutung

Das Bild prägte die Genremalerei des 17. Jahrhunderts und fand zahlreiche Nachahmer unter den Caravaggisten in ganz Europa.

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