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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Johannes der Täufer, Palazzo Corsini“

Der Täufer erscheint als einsamer, wachsamer Jüngling, dessen Blick etwas außerhalb des Bildes zu suchen scheint. Mit wenigen Mitteln, mit Licht, Haut und leuchtendem Rot, entsteht eine Stimmung zwischen Ruhe und innerer Unruhe.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand entstand um 1603/04 in Rom, in einer Zeit, in der Caravaggio das Thema des jungen Johannes mehrfach aufgriff. Anders als in früheren Fassungen verzichtet er hier auf Widder oder Lamm und reduziert die Szene auf die Figur und wenige Attribute. Heute gehört das Bild zu den Gallerie Nazionali di Arte Antica und wird im Palazzo Corsini in Rom gezeigt.

Bildkomposition und Details

  • Figur: Der Oberkörper ist leicht gedreht, der Kopf wendet sich nach rechts, was der Pose Spannung verleiht.
  • Stoffe: Ein rotes und ein weißes Tuch umhüllen den Körper in großen, lichtgesättigten Falten.
  • Landschaft: Ein knorriger Baumstumpf links und dünne Zweige oben deuten die Wildnis an.
  • Attribute: Eine Schale und ein schlichter Stab am Boden verweisen auf Taufe und Wanderleben des Heiligen.

Bedeutung

„Johannes der Täufer“ zeigt, wie Caravaggio ein traditionelles Heiligenbild in eine intime, fast weltliche Figurenstudie verwandelte.

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