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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Madonna dei Palafrenieri“

Mutter und Kind besiegen gemeinsam das Böse, dargestellt als Schlange am Boden. Die schlichte Szene vor dunklem Grund wirkt ernst, beinahe streng, und lebt ganz von Blicken und Gesten.

Entstehungshintergrund

Das Altarbild in Öl auf Leinwand entstand 1605/06 im Auftrag der Confraternità dei Palafrenieri, der Bruderschaft der päpstlichen Reitknechte, für ihren Altar in Sankt Peter. Es blieb dort nur kurze Zeit, danach erwarb es Kardinal Scipione Borghese. Heute gehört die "Madonna dei Palafrenieri" zu den Hauptwerken der Galleria Borghese in Rom.

Bildkomposition und Details

  • Thema: Das gemeinsame Zertreten der Schlange verbildlicht die Lehre, dass Maria mit Christus am Sieg über die Sünde teilhat.
  • Heilige Anna: Die Patronin der Bruderschaft steht als alte Frau in schlichtem Gewand etwas abseits.
  • Kind: Das Jesuskind ist als nackter, schon größerer Knabe gemalt, was möglicherweise Anstoß erregte.
  • Licht: Von links oben fällt das Licht auf die Figuren und lässt das Rot von Marias Kleid aufleuchten.

Bedeutung

Das Bild zeigt Caravaggios kompromisslosen Realismus, der Auftraggeber faszinierte und zugleich immer wieder herausforderte.

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