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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Bacchus“

Halb Gott, halb Modell aus dem römischen Atelier: Caravaggios Bacchus wirkt weniger wie eine antike Gottheit als wie ein junger Mann im Kostüm. Gerade diese Mischung aus Mythos und Wirklichkeit macht den besonderen Reiz des Bildes aus.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde in Öl auf Leinwand entstand um die Mitte der 1590er Jahre in Rom, als Caravaggio im Umfeld von Kardinal Francesco Maria del Monte arbeitete. Über die Medici gelangte es nach Florenz, geriet jedoch in Vergessenheit und wurde erst 1913 in einem Depot wiederentdeckt. Heute gehört "Bacchus" zu den Glanzstücken der Uffizien.

Bildkomposition und Details

  • Geste: Das Weinglas wird mit der linken Hand gereicht, die rechte hält die schwarze Schleife des Gewandes.
  • Stillleben: Die Obstschale im Vordergrund zeigt Äpfel, Trauben und einen aufgeplatzten Granatapfel, teils mit Druckstellen.
  • Karaffe: Links steht eine bauchige Glaskaraffe, gefüllt mit dunklem Rotwein.
  • Farbklang: Weißes Tuch, rosige Haut und warme Brauntöne stehen vor einem schlichten, dunkelbraunen Grund.

Bedeutung

Das Bild verbindet sinnliche Lebensfreude mit einer leisen Mahnung an die Vergänglichkeit, die in welkenden Blättern und überreifen Früchten mitschwingt.

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