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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Bildnis des Maffeo Barberini“

Der Dargestellte scheint mitten im Gespräch innezuhalten, die Hand weist auf etwas außerhalb des Bildes. Das Porträt verbindet repräsentative Würde mit einer ungewöhnlich lebendigen, beinahe spontanen Haltung.

Entstehungshintergrund

Maffeo Barberini (1568–1644) war um 1603 ein aufstrebender Prälat an der römischen Kurie; 1623 wurde er als Urban VIII. zum Papst gewählt. Das Gemälde in Öl auf Leinwand wird um 1603 datiert und befindet sich in Florentiner Privatbesitz. Es gilt als Werk Caravaggios, doch wird die Zuschreibung in der Forschung unterschiedlich bewertet. Ein weiteres Bildnis Barberinis, das mit Caravaggio verbunden wird, zeigt ihn als Halbfigur.

Bildkomposition und Details

  • Geste: Die ausgestreckte rechte Hand ragt nach links aus dem Bild und belebt die ganze Komposition.
  • Gewand: Der dunkelgrüne, fast schwarze Überwurf und die weißen Ärmel bilden einen kräftigen Kontrast.
  • Stuhl: Der hölzerne Lehnstuhl mit Nagelbeschlägen zeichnet sich links vor dem dunklen Grund ab.
  • Licht: Der Hintergrund hellt sich nach rechts auf und hebt Gesicht und Schulter hervor.

Bedeutung

Das Bildnis ist ein frühes Zeugnis der Verbindung zwischen der Familie Barberini und den Malern der römischen Avantgarde um 1600.

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