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Weitere Informationen zu: Caravaggios „Bildnis einer Kurtisane“

Ohne Schmeichelei, aber mit spürbarem Respekt zeigt Caravaggio eine Frau, die ihren Platz in der römischen Gesellschaft kennt. Ihr Blick ist direkt, ihre Haltung aufrecht.

Entstehungshintergrund

Das Porträt entstand um 1597 in Rom und gehörte zur Sammlung des Marchese Vincenzo Giustiniani, eines der wichtigsten Förderer Caravaggios. Mit dessen Sammlung gelangte es 1815 nach Berlin in die königlichen Museen. Das in Öl auf Leinwand gemalte Bild wurde 1945 beim Brand im Flakbunker Friedrichshain zerstört und ist heute nur noch durch Abbildungen bekannt.

Bildkomposition und Details

  • Blumen: Der Strauß weißer Blüten vor der Brust wird oft als Hinweis auf Liebe und Verführung gedeutet.
  • Schmuck: Perlenohrringe und ein Armband aus dunklen Steinen setzen feine Akzente.
  • Kleidung: Weite weiße Ärmel und ein braunes Mieder mit goldenen Stickereien bestimmen die untere Bildhälfte.
  • Licht: Das Licht fällt von links auf Gesicht und Hals und lässt eine Wange im Halbschatten.

Bedeutung

Als eines der wenigen Bildnisse aus Caravaggios früher Zeit ist das verlorene Werk ein wichtiges Zeugnis seiner unmittelbaren, realistischen Porträtkunst.

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